Al Zanabili - Musikalische Früherziehung

Musikalische Früherziehung

Was ist elementare Musik? Elementare Musik ist nie Musik allein, sie ist mit Bewegung, Tanz und Sprache verbunden, sie ist eine Musik, die man selbst tun muß ... naturhaft, körperlich, für jeden erlernbar und erlebbar, dem Kind gemäß.
Carl Orff 1964

In einer Kleingruppe erleben Kinder im Vorschulalter (3 - 6 Jahre), wie sie "spielend" mit der Musik Freundschaft schließen können. Von zentraler Bedeutung sind Kinderlieder, zu denen gemalt, schaugespielt oder gebastelt wird und eine Fülle von Klangmöglichkeiten, aber auch Bewegung und der fantasievolle Gebrauch von Orff-Instrumenten entdeckt werden können.

Spielideen mit Orff-Instrumenten sind etwa Inszenierungen, in denen eine Geschichte vom Leiter erzählt wird und die Kinder die Figuren mit vorher bestimmten Instrumenten charakterisieren. Hier wird die Konzentration geschult sowie musikalische Stimmungen und instrumentale Charakteristika erkannt, erfahren und intensiviert. Ähnlich werden kleine Schaustücke instrumentalisiert, Themen und Situationen musikalisiert. Ein schönes Beispiel ist "Gold in der Kehle", die Geschichte einer zauberhaft singenden Prinzessin. Das über den Zeitraum von mehreren Wochen einzustudierende Stück findet sich in Gschwendtner (1985). Hier wird auch das bekannte Kinderlied von den Zehn kleinen Negerlein eingeflochten.

In enger Anlehnung an Orffs Schulwerk beginnt die Erschließung des Tonraumes in der halbtonlosen Pentatonik, in dem die Kinder noch "fehlerlos" improvisieren können. Rhythmisch-melodisch erzogen werden sie durch Sprechsilben und Klatschübungen. Weiter wird die Dur-tonleiter erschlossen und musikalisch und tänzerisch improvisiert. Hier werden neben Kleinem Schlagwerk und Fellinstrumenten insbesondere Stabspiele eingesetzt, wobei nur die benötigten Stäbe eingelegt werden. Später lernen die Kinder neben den Moll-Tonarten verschiedene Kirchentonarten kennen und lernen, wie Lieder begleitet werden. Steter Bestandteil sind die rhythmisch-melodischen Übungen und tänzerische Bewegung, was dem ganzheitlichen, körperlichen, elementaren Ansatz Orffs entspricht.

Der Ansatz der bekannten Musikpädagogin Dorothée Kreusch-Jacob fördert sehr das kreative Potential der Kinder und bietet ihnen die Chance, sich bereits im frühen Alter durch die Musik selbst zu erfahren, hören zu lernen und in sich zu horchen. In der "Musikwerkstatt" werden Instrumente selbst gebaut, im Freien Klänge erforscht: Wasser, Luft, Holz ... wie klingt was?

Zum Ende der musikalischen Früherziehung soll das Kind mit den traditionellen Instrumenten bekannt gemacht und in Absprache mit den Eltern ein Instrument gewählt werden. Hierzu bieten Musikschulen instrumentale Orientierungsphasen, in denen das Kind verschiedene Instrumente mehrere Wochen mit einem Fachlehrer kennenlernt.

Derzeit kann ich leider keine musikalische Früherziehung anbieten.

Typisches Orff-Instrumentarium

Kleines Schlagwerk:

Fellinstrumente:

Stabspiele:

Ferner wird auch Körper-Perkussion (Klatschen, Stampfen u. a.) eingesetzt.